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Auf anderen Pfaden I – Mutige Lebensgeschichten

AUSGABE 1 // 24-08-2016

5. März 2017

Nach Wochen eifriger Vorbereitung und erregender Vorfreude ist der Moment gekommen: Heute heißt es zum ersten Mal Auf anderen Pfaden – Mutige Lebensgeschichten. Seit der Gründung von Zitronengrau Anfang 2016 begegnen wir wundervollen, beeindruckenden Menschen. Wir treffen sie dank unserer Arbeit auf Veranstaltung und Meetings oder einfach auf unseren eigenen Wegen durch das Leben. Sie inspirieren uns und machen uns Mut, Herausforderungen weiterzuverfolgen und stolz und forsch voranzugehen. Was sie vereint? Der Mut und das Gespür, ihrer eigenen Stimme zu folgen. Ungeachtet von Geld und Bedenken. Von ihnen zu hören, ist wie ein frischer, sanfter Wind, der durch Deinen Kopf geht und Dich zum Lächeln bringt.

Es ist einer dieser wunderschönen Sommertage im August. Heiß flimmert die Sonne und die Farben im schönen Garten des Hostel Eden leuchten intensiv und erwartungsvoll. Es ist ein Abend gemacht für einen eiskalten Eiskaffee in der Hand und den Füßen im Planschbecken. Wir haben geladen und sind gespannt, wie viele Menschen wir zu unserer ersten, noch unbekannten, Veranstaltung locken werden.

Doch da im Sommer jeder dem Feierabend entgegenfiebert, füllt sich der Garten allmählich mit neugierigen Gesichtern. Es ist ein buntes Treiben aus Fragen, Grüßen, Umarmungen und Cocktailrunden. Es liegt Aufregung in der Luft und die gespannte Freude auf das Unbekannte. Mit einem Läuten am Sektglas eröffnen wir die Runde. Wir haben eine kleine Bühne gebaut und Sofas zusammengetragen. Es soll vertraut und gemütlich werden, schließlich geht es bei uns um das Persönlichste, was ein jeder zu bieten hast: Seine Lebensgeschichte.

Was uns vereint? Der Mut und das Gespür, der eigenen Stimme zu folgen.

Unser allererster Gast ist Alexandra Pauly. Aufgedreht und immer mit dem rechten Spruch auf den Lippen erzählt sie uns ihren Weg. Sie zückt die Powerpoint und navigiert durch ihr Leben bis sie am Ende an ihrem Traum angekommen ist: Ihr eigener Laden für Schmuckdesign FlamingoCat. Ihr Lebenslauf in geometrischen Formen wie ihr Schmuck. Ecken und Kanten, Linien und Überschneidungen. Mut zum Bruch, Mut zur Farbe. Laut und leise, auffallend anders und dezent elegant. Weil niemand nur eine Facette hat. Alex ist in ihrem Element. Sie kann herrlich erzählen und die Menschen hängen an ihren Lippen als sie von den Kapriolen ihres Zahnarztstudiums erzählt. Man beachte: Sie hat es abgeschlossen, mit Prüfung und allem Drum und Dran. Gearbeitet als Zahnärztin hat sie allerdings nie. Das Herz hat etwas anderes gesagt: Ich will Menschen begegnen und beglücken – nicht steril und hinter Mundschutz, sondern mit dem ihr eigenen großen Strahlen. Einfach war es nicht, aber mit einer guten Portion Humor lässt sich so einiges meistern. So hat sie den Kitteln an den Nagel gehangen und sich stattdessen an die Entwürfe ihres eigenen Schmucklabels gesetzt. Wir sagen: Respekt!

Gönnt Euch schöne Momente, ihr seid es Euch wert: www.flamingocat.de.

Während es langsam dämmert und die bunten Lichter den Baum beleuchten unter dem unsere Bühne steht, betritt ein Mann mit Hut die Bühne. Robert Strehler ist der Hutmann und spannt zu allererst eine Leine über die Bühne, während wir uns ein neues Getränk gönnen. Die laue Nacht und Dunkelheit ist perfekt für den Fotografen, der gerade dabei ist, die Bühne zur Galerie und sein Leben zur Ausstellung werden zu lassen. Wir sind begeistert. Wie viele von uns, wusste er nie, was aus ihm werden wird. Die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann war nur mäßig befriedigend und doch begann so sein Berufsleben. Die Kamera, die am Anfang nur eine Reisebegleitung war, wurde schließlich zum ständigen Begleiter. Denn „Leidenschaften kann man nicht unterdrücken“. Dennoch wagt er 2014 den Sprung in die Selbstständigkeit und ist seither freischaffender Fotograf. Mit jedem Bild wird uns klarer – seine Bilder sind ehrlich und fesselnd. Mittlerweile drängt noch eine weitere Leidenschaft nach vorn: Das Zweirad. Robert und seine Kamera sind aktiv gegen den Raddiebstahl. Viel Leidenschaft unter einem Hut. Es macht Freude, die Ausstellung Bild für Bild wachsen zu sehen und damit vor allem ein Bild zu bekommen: Einfach mal machen und drüber sprechen.

Seid aufmerksam, vielleicht seht ihr ihn. Ihr erkennt ihn an Hut und Kamera: http://www.robertstrehler.de/.

Und während wir noch den Geschichten lauschen, ist es Nacht geworden. Es war ein großartiger Auftakt. Wir sind enorm glücklich über so viel positives Feedback. Wir werden weitermachen. Also seid dabei, wenn es am 2. November 2016 weiter geht.