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Auch bei den beiden Herren von PFFF – der milde Pfefferminzlikör dreht sich alles um den Gaumenkitzel. Ursprünglich in ganz anderen Gefilden unterwegs, entschieden sich der studierte Theologe Jann und Johannes der Ingenieur dazu, in die Genussindustrie einzusteigen und ihren, eigenen Beitrag zu leisten. Das selbsterklärte Ziel: den Ruf des Pfeffis retten! Sonst immer nur das „kleinere Übel“ am Ende einer durchfeierten Nacht, sollte nun ein Likör entstehen, welcher bewusst getrunken und genossen wird. Dieser entstand nach diversen Versuchen, mit Hilfe von bio-ätherischen Ölen und weniger Zucker als bei den bereits bekannten Varianten. Jann, der bereits zahlreiche glückssuchende Wege in seinem Leben eingeschlagen hat, kümmert sich mittlerweile Vollzeit um das junge Unternehmen. Johannes hingegen, zunächst unzufrieden mit der vorhersehbaren Laufbahn eines abgeschlossenen Ingenieurstudiums, entschied sich für einen anderen Pfad, nämlich dazu seine Anstellung zu behalten und das Likör-Business parallel mit zu gestalten und aufzubauen.

Die Beiden erzählen ihre Geschichte begeistert und gewähren uns viele Einblicke in den Entwicklungsprozess von PFFF. Dazu gehören natürlich viele erheiternde Fotos diverser Gelegenheiten, welche der Verkostung des Getränks dienten. Am Ende interessieren vor allem zwei Dinge: wie schmeckt dieser neue Pfeffi nun und wo kann man diesen kaufen. Die erste Frage dürfen wir alle für uns selbst beantworten, denn es gibt eine Kostprobe für jeden, der den Likör probieren möchte. Eine Antwort für die zweite Frage kann man auf der Facebook Seite von PFFF finden – dort gibt es mittlerweile einen Shopfinder. Somit muss kein Pfeffi-Liebhaber mehr auf dem Trockenen sitzen.

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Die zweite Vortragende an diesem Abend ist Karoline Heyne. Das Interesse an ihrer Geschichte ist groß, denn sie beschäftigt sich mit einer Tätigkeit, welche ab und an das Ergebnis des oben genannten Getränks ist: Sex. Allerdings ist dies nur ein kleiner Teil ihrer Arbeit. Mit ihrem Unternehmen Beziehungsweise Wachsen beschäftigt sich Karo mit Sexualität und damit, welchen Einfluss diese auf unser aller Leben sowie unsere Gesellschaft hat. Bevor sie uns allerdings ihre Geschichte erzählt, fordert sie das Publikum zunächst auf, eine Frage zum Thema Sexualität aus einem Hut zu ziehen und sich Gedanken darüber zu machen.

Ihre Geschichte fängt an wie so viele unserer Generation. Karo begann ihr Studium, soziale Arbeit/Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Sexualpädagogik und Familienplanung, ohne eine Vorstellung davon, worin ein Abschluss in diesem Bereich für sie später beruflich münden solle. Doch immer wieder fiel ihr auf, wie bestimmt unsere Gesellschaft von Sexualität ist und doch scheinen wir recht verklemmt zu sein, was den öffentlichen Umgang mit diesem Thema betrifft. Genau diese soziale Hürde sah Karo als Chance, sich selbst zu verwirklichen. Nach zahlreichen Weiterbildungen in den Bereichen Beratung, Konfliktlösung und Sexualpädagogik, entschied sie sich 2015 für ein Masterstudium der angewandten Sexualwissenschaft. Ein Jahr darauf ging Beziehungsweise Wachsen an den Start. Seither informiert Karo Kinder und Schüler, sowie deren Eltern und Fachkräfte und unterhält sich mit ihnen auf Augenhöhe über Sexualität und allem was dazu gehört.

Auch im Hostel Eden wird es intim. Nachdem die Zuhörer nun vieles über Karo erfahren durften, sind sie nun selbst am Zug. Die Sexualpädagogin stellt die Frage „Welchen Begriff benutzt du für dein Geschlechtsteil?“, lässt die Antworten in einem Hut einsammeln und verliest diese im Anschluss. Dann ist es Zeit für eure Fragen, welche sie ehrlich beantwortet und offen mit euch diskutiert.

Auch sexuelle Bildung hört nie auf: beziehungsweise-wachsen.de

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Den krönenden Abschluss dieser zweiten Ausgabe von Auf anderen Pfaden wollten wir mit euch gemeinsam begehen und luden euch ein, mit uns, Christin und Anne, auf das einjährige Bestehen von Zitronengrau anzustoßen. Habt vielen Dank für euer reges Interesse an diesen Abenden. Wir hoffen ihr wart erfüllt mit frischen Ideen und kreativer Energie. Wir waren es auf jeden Fall und freuen uns auf den internationalen Frauentag am 08. März 2017, wenn wir gemeinsam mit euch, wieder auf anderen Pfaden wandeln können.

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